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DIN EN 1917 / DIN V 4034-1: Schächte aus Beton-Fertigteilen
Normen im Tiefbau · Stand Juli 2026
DIN EN 1917 regelt Einstieg- und Kontrollschächte aus Beton, Stahlfaser- und Stahlbeton; in Deutschland wird sie zusammen mit der nationalen Ergänzung DIN V 4034-1 angewendet.
Kanalschächte werden ganz überwiegend aus vorgefertigten Betonbauteilen zusammengesetzt. Die europäische Norm DIN EN 1917 beschreibt die Anforderungen an solche Fertigteile; die deutsche Anwendung erfolgt in Verbindung mit der nationalen Vornorm DIN V 4034-1 (Teil 1 für den Abwasserbereich).
Übliche Bauteile eines Schachts
- Schachtunterteil mit eingeformtem Gerinne (Durchlauf-, Zulauf- und Anschlussöffnungen)
- Schachtringe zur Höhenanpassung (mit Muffe und Dichtung gefügt)
- Konus oder Übergangsplatte als Verjüngung nach oben
- Auflage- bzw. Ausgleichsringe unter der Abdeckung zum Feinhöhenausgleich
- Schachtabdeckung nach DIN EN 124 als oberer Abschluss
Typische Kennwerte (in eigenen Worten)
- Genormte Nennweiten liegen üblicherweise bei DN 800, DN 1000, DN 1200, DN 1500 und DN 2000; sinngemäß auch größer und mit anderen Querschnitten.
- Für Abwasserschächte (Teil 1) wird eine Mindestwanddicke in der Größenordnung von rund 150 mm gefordert.
- Die Bauteile müssen wasserdicht sein; Dichtheit und Qualität werden über Eigen- und Fremdüberwachung nachgewiesen.
- Steigeisen bzw. Steigbügel sind für begehbare Schächte üblich (Format nach DIN 1212).
Für Aufmaß und Abrechnung ist vor allem wichtig, dass Nennweite (DN) und Schachttiefe eindeutig festliegen, weil danach die Schachtposition ausgepreist wird. Maßgeblich sind Leistungsverzeichnis und Ausführungsplanung.