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DIN 18196: Bodengruppen und Kurzzeichen
Normen im Tiefbau · Stand Juli 2026
DIN 18196 klassifiziert Böden für bautechnische Zwecke nach Korngröße und Plastizität in Bodengruppen mit Kurzzeichen; sie ist eine wichtige Grundlage für die Beschreibung von Homogenbereichen.
DIN 18196 (Erd- und Grundbau, Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke) ordnet Böden anhand von Korngrößenverteilung und plastischen Eigenschaften in Bodengruppen ein. Sie ist nicht mit den früheren Bodenklassen 1-7 der DIN 18300 zu verwechseln.
Grundprinzip der Einteilung
- Grobkörnige Böden: überwiegend Kies (G) und Sand (S), z. B. weit- oder enggestuft.
- Gemischtkörnige Böden: Kies/Sand mit nennenswertem Feinkornanteil, z. B. mit Schluff- oder Tonbeimengung.
- Feinkörnige Böden: Schluff (U) und Ton (T), unterschieden nach niedriger, mittlerer oder ausgeprägter Plastizität.
- Organische und organogene Böden sowie Torf und Mudde als eigene Gruppen.
Die Kurzzeichen setzen sich aus Buchstaben zusammen, u. a. G für Kies, S für Sand, U für Schluff, T für Ton, O für organisch und H für Torf. Insgesamt umfasst die Norm einen Satz von Bodengruppen (in aktuellen Ausgaben rund 28), die jeweils ähnliche bautechnische Eigenschaften bündeln.
Bezug zur Klassifikation nach Korngröße
Die Ansprache stützt sich auf Korngrößenanalyse und Plastizitätsuntersuchung (Fließ- und Ausrollgrenze). Für die Benennung und Beschreibung von Böden wird ergänzend auf die Reihe DIN EN ISO 14688 verwiesen.
Warum das für das Aufmaß zählt
Die Bodengruppe nach DIN 18196 ist einer der Kennwerte, mit denen Homogenbereiche beschrieben werden. Sie hilft einzuordnen, ob ein angetroffener Boden dem ausgeschriebenen Bereich entspricht.
Die hier gegebene Übersicht ist stark vereinfacht; die genaue Zuordnung regelt der Normtext.