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Dichtheitsprüfung mit Luft (DIN EN 1610, Verfahren L)

Normen im Tiefbau · Stand Juli 2026

Bei der Luftprüfung nach DIN EN 1610 wird ein Überdruck aufgebracht; innerhalb einer von Durchmesser und Verfahren (LA-LD) abhängigen Prüfzeit darf der Druck nur um einen festgelegten Betrag abfallen.

DIN EN 1610 lässt die Dichtheitsprüfung wahlweise mit Luft (Verfahren L) oder mit Wasser (Verfahren W) zu. Die Luftprüfung geht schnell und ist bei neuen Leitungen weit verbreitet.

Ablauf in eigenen Worten

  1. Die Leitung wird an den Enden verschlossen und ein Überdruck aufgebaut.
  2. Zum Konditionieren wird zunächst ein Druck etwas oberhalb des Prüfdrucks (rund 10 % höher) für etwa fünf Minuten gehalten.
  3. Danach wird auf den eigentlichen Prüfdruck eingestellt und die Messung gestartet.
  4. Über die Prüfzeit darf der Druck höchstens um den zulässigen Betrag abfallen; wird er eingehalten, gilt die Prüfung als bestanden.

Verfahren LA bis LD

Hinweise

Die Dichtheitsprüfung ist eine Leistung/Nebenleistung nach Vertrag; ihre Abrechnung (je Haltung, je Meter oder pauschal) richtet sich nach dem Leistungsverzeichnis.