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DIN EN 1610 - Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen
Normen im Tiefbau · Stand Juli 2026
Die DIN EN 1610 ist die Grundnorm für Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen. Für die Abrechnung liefert sie vor allem die Mindestgrabenbreiten, aus denen die App die Regelgrabenbreite je Haltung ableitet.
Die Norm regelt den Bau von Abwasserleitungen und -kanälen außerhalb von Gebäuden: Grabenausführung, Leitungszone (Bettung, Seitenverfüllung, Abdeckung), Verfüllung und die Dichtheitsprüfung vor der Abnahme.
Grabenbreiten-Prinzip: Die Mindestgrabenbreite ergibt sich aus dem Rohr-Außendurchmesser OD plus Arbeitsraum, gestaffelt nach DN. Die Norm unterscheidet den verbauten und den unverbauten Graben, beim unverbauten zusätzlich steile (über 60°) und flache Böschung. In der Staffel der App heißt das z. B.: bis DN 225 OD + 0,40 m; bis DN 350 OD + 0,50 m (verbaut bzw. steil geböscht); bis DN 700 OD + 0,70 m - bei flacher Böschung bleibt es bei OD + 0,40 m. Daneben gilt eine Mindestbreite in Abhängigkeit von der Grabentiefe.
Für die Abrechnung ist die Norm der Anker der Regelgrabenbreite: Abgerechnet wird im Regelfall das planmäßig zulässige Maß, nicht die Ist-Breite - wer breiter aushebt, gräbt auf eigene Rechnung. Die App rechnet Grabenvolumen deshalb mit der Regelbreite und zeigt die Herkunft „Norm" an jeder Zahl. Ob dein Projekt davon abweicht, gibt der Vertrag vor.