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Verdichtung der Leitungszone (DIN EN 1610)
Normen im Tiefbau · Stand Juli 2026
Nach DIN EN 1610 werden Bettung, Seitenverfüllung und Verfüllung lagenweise und schonend verdichtet - Verdichtungsgrad und Schichtdicken richten sich nach der Planung und dem statischen Nachweis.
Die Standsicherheit und Funktion einer verlegten Leitung hängt stark davon ab, wie sorgfältig die Leitungszone verdichtet wird. DIN EN 1610 gibt dazu Grundsätze vor.
Grundsätze
- Verfüllt und verdichtet wird lagenweise, damit jede Schicht gleichmäßig verdichtet werden kann.
- Seitenverfüllung und Verfüllung sollen gegen die Grabenwände verdichtet werden, um eine seitliche Abstützung des Rohres zu erreichen.
- Direkt über dem Rohrscheitel ist behutsam vorzugehen: schweres Verdichtungsgerät unmittelbar über dem Rohr wird vermieden, damit das Rohr nicht beschädigt oder aus der Lage gebracht wird.
- Werkstoff, Schichtdicken und geforderter Verdichtungsgrad ergeben sich aus Planung und statischer Berechnung, nicht pauschal aus der Norm.
Bezug zur Abrechnung
- Die Verdichtung selbst ist meist Bestandteil der Verfüll- bzw. Einbauleistung und wird nach den Mengen der jeweiligen Zone bzw. des Verfüllvolumens erfasst.
- Wird ein bestimmter Verdichtungsgrad (Proctordichte) oder ein Nachweis gefordert, sollte dies als eigene Position bzw. Vorgabe im Leistungsverzeichnis stehen.
- Prüf- und Nachweispflichten (z. B. Verdichtungsprüfung) sind vertraglich zu klären.
Die konkreten Zahlenwerte für Verdichtungsgrade sind projektabhängig - verbindlich sind Ausschreibung und statischer Nachweis.